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Der Kommentar von Marco Tutino bietet Ihnen einen Einblick in das
Stück. "Heutzutage kommt es vor, dass ein Stück nicht
genau eingeordnet werden kann, vor allem dann, wenn es überwiegend
aus Musik besteht. Wenn die Musik dann nicht dem entspricht, was man
laut Globalisierung unter eindeutig versteht, wird es noch schwieriger:
lyrische Oper? Melolog? Musical? Tatsache ist, dass wir uns in einem
Augenblick des Übergangs befinden, in dem sich die Genres verändern
(oder es versuchen), aus ihrer geschichtlichen Umgebung hinaustreten
und nach neuen Möglichkeiten suchen, was, wie immer, neue Zuhörer
und möglicherweise neue Orte voraussetzt. Peter Uncino ist daher
eine Bühnenhandlung mit einem Musik- und einem Sprechtext. Die
Musik erzählt ihre Dramaturgie und die beiden Charaktere erzählen
ihre Geschichte, wobei der eine überwiegend spricht und der andere
die meiste Zeit singt. So gibt es Lieder, die ihre Sprache zwangsläufig
aus der Tradition der Konsummusik des gerade vergangenen Jahrhunderts
schöpfen, und es gibt reine Musik, die von sich selbst spricht
und den Text umgibt, der sie begleitet. In der Geschichte, die sich
schwer zusammenfassen lässt, geht es um das Ende der Träume.
Wenn man feststellt, dass die Wirklichkeit härter ist, als man
sie sich vorgestellt hat, muss jeder seinen eigenen Weg finden, um
damit umzugehen. Einige geben dabei vollkommen dem Zeitgeist nach,
andere wiederum halten eine gewisse Beziehung zur Utopie aufrecht...
Unser Held Peter stellt langsam fest, dass er Uncino (Captain Hook)
sehr viel ähnlicher ist als er dachte. Möglicherweise geschieht
aber auch das Gegenteil, dass der alte Captain mit dem Alter sanftmütiger
wird und eher bereit ist, den anderen den Vortritt zu lassen. Eine
seltsame Konvergenz also, die zwei gleichzeitig nebeneinander und
gegeneinander verlaufende Bahnen zeigt, und eine beunruhigende Frage
zum Sinn des Lebens und dem Schwinden jugendlicher Hoffnungen, mit
der sich jeder eines Tages konfrontiert sieht. In diesem Peter Pan
gibt es somit nichts Tröstendes und Erbauliches. Das Stück
ist ausserdem Überlegung hinsichtlich der Schmeicheleien der
Macht, im wahren sowie übertragenen Sinne des Wortes: Die Macht
über andere in allen Formen, in denen sie sich äussern kann.
Dies ist mehr oder weniger der Sinn, der Grund, Peter Pan und seinen
ewigen Gegenspieler Captain Hook (der, wie Sie sicher bereits verstanden
haben, nichts anderes als ein "Double" Peters ist: Die Beute
ist auch immer der Jäger) auf die Bühne zu bringen."
Auf dieser Seite Szenenfotos aus "Peter
Uncino". Fotos: Bepi Caroli.
Ein Dank an das Pressebüro des Teatro
dell'Archivolto. |
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