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ABOUT "MARIA DE BUENOS AIRES"
BY ASTOR PIAZZOLLA AND HORACIO FERRER
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NRZ
16.04.2002
Von Rosali Kurtzbach |
BEIM TANGO GEFÜHLVOLL WIE IMMER
Milva brillierte als "Maria
de Buenos Aires" in der anspruchsvollen Operita
Ihre Musik ist gefühlvoll, ihre Stimme unverwechselbar kraftvoll
und ihr Haar unvergleichbar tizianrot: Milva ist eine grosse Künstlerin,
egal welcher Musik sie sich annimmt. Mit ihren Brechtinterpretationen,
Chansons und Schlagern begeistert sie seit Jahrzehnten ihr Publikum,
am Montagabend brillierte sie auf der Bühne des Colosseums
in einer anderen Rolle. Fern ab von Gassenhauern und Hits wie "Hurra
wir leben noch" trat sie als "Maria de Buenos Aires"
ins Scheinwerferlicht.
In Astor Piazzollas "Tango Operita", einer Mischung aus
Melodram, Kammeroper und Moritat, zeigte sie sich ausdrucksstark
wie immer. Auch wenn es kein Soloauftritt der italienischen Künstlerin
war und ihr mit Daniel Bonilla Torres und Jose Angel Trelles ausgezeichnete
Sänger zur Seite standen, so war es letztlich aber die Darbietung
Milvas, die den argentinischen Abend knistern liess und über
kurze Längen hinweghalf. Gestenreich und stimmgewaltig entführte
Milva in die Welt des Tangos. Es wurde eine musikalische Reise ins
lateinamerikanische Land auf höchstem Niveau.
Sanfte Bandoneon-Klänge leiteten den Abend ein, der mit leidenschaftlichen
Tänzen von Ricardo Barrios und Marina Fuhr und durch die instrumentelle
Begleitung des Ensemble Tangoseis zuweilen temperamentvoll und dann
wieder melancholisch die Zeit der grossen Tradition des Tangos vor
1930 aufleben liess. Im Mittelpunkt: die Geschichte der Textilarbeiterin
und Tangotänzerin Maria, perfekt verkörpert von Milva.
Es war ein anspruchsvoller Abend, an dem Milva einmal mehr ihre
künstlerische Klasse unter Beweis stellte und die "Tango
Operita" zu einem Fest für Tangofreunde werden liess.
© NRZ
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