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A PROPOSITO DI...
MARIA DE BUENOS AIRES 2002,
tour in Germania, Olanda e Giappone aprile/maggio 2002,
regia Ida Kuniaki
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WAZ,
Essen Mittwoch
17.04.2002
von Geraldine Morbach |
WAS DER TANGO VON EINER STADT ERZÄHLT
Milva als Star der Operita "Maria
de Buenos Aires" im Colosseum-Theater
Eine Mischung aus Kammeroper und Melodram ist die Tango Operita
"Maria de Buenos Aires" von Astor Piazzolla. In der Rolle
der Maria brillierte am Montag im Collosseum keine Geringere als
Milva.
Eine Hommage an die Stadt Buenos Aires ist die Operita des Begründers
des Tango nuevo. Zusammen mit dem Autor Horacio Ferrer schuf Piazzolla
die Rolle der Maria als Personifizierung der Stadt mit ihren Höhen
und Tiefen.
"Ich bin Maria de Buenos Aires, Maria Tango, Maria Unterwelt",
singt Milva mit tiefer und verhangener Stimme. Sie wiegt sich im
Takt der Musik des Ensembles Tangoseis. Milva verkörpert die
vielen Facetten des Lebens in der argentinischen Metropole: Heiterkeit
und Schwermut, Euphorie und Trauer. Musik und Text sind dabei untrennbar
miteinander verschmolzen. Die Musik wechselt von leisen, melancholischen
Klängen zu einem fast aggressiv anmutenden Staccato. Dabei
dominiert meist der Klang des Bandoneons.
Die Operita kommt ohne Requisiten und Bühnenbild aus. Lediglich
eine grosse Leinwand im Hintergrund dient als Projektionsfläche
für abstrakte Farbkompositionen. So liegt das Hauptaugenmerk
auf den Darstellern: Neben Milva überzeugten Daniel Bonilla
Torres als Dämon el Duende, José Angel Trelles als El
Cantor und die beiden Tänzer Ricardo Barrios und Marina Fuhr.
Am Ende gab es stehende Ovationen.
© WAZ, Essen Mittwoch
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